Über mich

Kurz-Vita:

  • Jahrgang 1985

  • Diplom Online-Journalistin

  • verheiratet, 1 Kind

  • In Teilzeit tätig für einen der größten Vereine Europas

Ich glaube, ich hatte schon immer eine zu ausgeprägte Fantasie. Ganze Welten im Kopf, die man von außen zwar nicht sehen konnte, die mir aber trotzdem manchmal selbst zuviel wurden. Meine Eltern störte das glücklicherweise nie, sehr wohl aber meine Lehrer. Wie oft in meinen Beurteilungen das Wort »Träumerin« auftauchte, will ich ehrlich gesagt nicht zählen. Aber ich konnte eben auch gut »so mitfließen«, und nicht einmal die fünf Punkte im Deutsch-Abitur konnten mich davon abhalten, Online-Journalismus zu studieren und die Medienwelt unsicher zu machen. Immer entlang des gesunden Wahnsinns erkunde ich nun seit 2015 das Leben einer Fantasyautorin mit Kind und Brotjob.

Oh Schreck, hochsensitiv!
Etwa zur gleichen Zeit wurde ich auf das Thema Hochsensitivität aufmerksam. Nun, endlich, gab es ein Vokabular für das ständige »Zu laut! Zu hell! Zu viel!« in meinem Kopf. Und wer das Vokabular besitzt (oder sich erstritten hat), der kann es auch verwenden – zum Nutzen Aller! Ich bin also (soweit ich weiß) die erste Autorin, die klar und deutlich für und über Hochsensitive schreibt. Damit sage ich nicht, dass es vor meinen Figuren keine Menschen mit hochsensitiven Merkmalen in Romanen gab, ganz im Gegenteil.

Aber ich fand es überaus wichtig, das Kind endlich mal beim Namen zu nennen, denn es ist oft ein regelrechter Befreiungsschlag für Betroffene, das Persönlichkeitsmerkmal Hochsensitivität bei sich selbst zu erkennen. Zu der Freude, endlich eine Erklärung für das Gewirr im eigenen Kopf zu haben, gesellt sich aber auch schnell Ernüchterung. Hochsensitivität bedeutet - negativ formuliert - schlicht und einfach: zu empfindlich, nicht mit einem dicken Fell ausgerüstet, sehr schnell überreizt, nicht abhärtbar. Man kann sich diese Art des Seins weder abtrainieren noch verkneifen.
Persönlichkeitsmerkmale sind nicht verhandelbar.

Also? Mach ich was draus!
Außerdem: Die Hochsensitivität hat (wie jedes Persönlichkeitsmerkmal) auch Vorteile, wenn man bereit ist, die zu entdecken. Deshalb erkunde ich die positiven und negativen Seiten dieses Merkmals in meinen Geschichten. Es ist mir wichtig, darauf aufmerksam zu machen, dass Hochsensitivität auch die Fähigkeit für tiefstes Mitgefühl bedeutet. Dass sie keine Krankheit, keine Neurose, ja nicht einmal eine Diagnose darstellt und mit absoluter Sicherheit keine Einbildung der Betroffenen ist.
Prägende Themen meines Romans sind Liebe, Ehrlichkeit, Vergebung und die Auseinandersetzung mit der “Anderswelt”. Ich hoffe, damit einen bescheidenen Beitrag zu leisten, damit Hochsensitive sich selbst erkennen, sie sich mit Normalfühligen besser verstehen können und besser aufeinander achtgeben. Auf Lesungen sage ich deshalb gerne: »Wenn nur eine Person in diesem Raum heute für sich bestätigen kann, dass sie hochsensitiv ist; wenn nur eine Person heute Abend ein neues Vokabular für das Zuviel im eigenen Kopf findet, dann habe ich alles erreicht, was ich erreichen wollte.«
(Das bedeutet übrigens nicht, dass man meine Bücher nur genießen kann, wenn man sich zur Gruppe der ‘zart besaiteten’ zählt. Die meisten Menschen haben sogar mit Sicherheit schon Romane gelesen, in denen sensitive Figuren vorkamen. Eine interessante Liste dazu kann man hier einsehen! http://www.hochsensibel.org/startseite/literatur.php)

​Wohin geht die Reise? Was ist mein Plan?
Ganz ehrlich? Ich habe keinen! Na ja, keinen in Stein gemeißelten. :)
Ich bin ich eine sogenannte »Entdeckungsschreiberin«. Das bedeutet, dass ich mich zu großen Teilen von meinen Figuren durch die Geschichte leiten lasse. Anfang 2009, als ich die ersten Seiten meines Debütromans »Feuertaufe« nach einem außergewöhnlich echt wirkenden Traum aufgeschrieben habe, hatte ich keine Ahnung, wohin die Reise gehen würde. Keinen Plot, wirklich nichts. Ich habe die längste Zeit nicht einmal den Plan verfolgt, dieses Buch jemals zu veröffentlichen. Das war nicht sein Daseinszweck. Schreiben war etwas, das ich nur für mich selbst tue.

​Aber es kam der Tag, an dem sich meine Figuren schlichtweg damit durchsetzten, dass ich veröffentlichen würde. Durch die Blume wurde mir zu der Zeit eröffnet, dass mir sonst eben nichts mehr erzählt wird. Pistole und Brust und so, ganz klassisch. Hätte mir überdies jemand vor zehn Jahren  gesagt, dass ich mal so dicke Bücher schreibe, hätte ich denjenigen ganz schön ausgelacht!

Wo es mich wohl noch hin verschlägt die nächsten Jahre? Ob meine Bücher wirklich bekannt werden? Ich wünsche es mir natürlich. Aber selbst, wenn meine Geschichten keine größeren Kreise ziehen, werde ich nicht aufhören, sie niederzuschreiben. Manche Leute sagen, Künstler ist man, wenn man nicht anders kann, als seine Werke zu manifestieren. Ich denke (und ich fürchte), dass diese Definition auf mich zutrifft.

 

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